November 27

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Wie komme ich am schnellsten für mein Ziel-Keyword in die Top-5 bei Google?

By Peter Hiebl

November 27, 2020

Timothy Scherman


P: Ja gut. In dem Fall: Herzlich Willkommen, Timothy. Vielleicht magst du dich kurz vorstellen für die Leute, die dich noch nicht kennen.


T: Ja. Mein Name ist Timothy Scherman. Ich bin Geschäftsführer der Schild Rot SEO Agentur hier im Herzen von Köln. 

Ich bin ehemaliger Google-Trainer, Dozent für Suchmaschinenoptimierung am Institut für Medien für große Konzerne, mittelständische Unternehmen und habe auch in Lieschen Müllers Massagesalon schon gearbeitet.

Ich bin überall mal unterwegs gewesen. Naja, und jetzt arbeiten wir hier mit Fokus für mittelständische Unternehmen im Herzen von Köln.


P: Das ist sehr cool. Jetzt wäre vielleicht für mich gleich die erste Frage: Wie bist du zum Thema SEO gekommen? Oder warum wurde es gerade SEO?


T: Ja, also das ging damals los: Ich war noch im Studium befindlich, und ich dachte: Okay, wie werde ich schnell möglichst vermögend im Internet? 

Und dann dachte ich: Okay, wenn ich es schaffen sollte für das Keyword rote Schuhe ganz vorne zu ranken mit meinem Produkt, meinen Angeboten, dann werde ich ganz, ganz schnell ein ganz wohlhabender Mann, weil dann kaufen alle Leute bei mir.

So war damals die Idee. Und ja, so bin ich dann gestartet, und hatte den wahnwitzigen Plan für eines der schwersten Keywords. Ich dachte mir: Ich fange ja nicht irgendwo an. Ich fange an bei Abnehmen.

Und Abnehmen, wer sich ein bisschen auskennt: Der Abnehmmarkt an sich ist hart umkämpft, ne? Da wird mit harten Bandagen gekämpft, und da lässt sich auch richtig viel Geld verdienen.

Es ist einer der größten Märkte im Internet überhaupt. Und ja, so habe ich damals versucht für das Keyword Abnehmen auf den ersten Platz zu kommen. Naja genau, so ging es los für mich.


P: Das ist wahrscheinlich schon die Frage, die die Meisten interessieren würde: Also wie komme ich am Schnellsten für mein Ziel-Keyword in die Top fünf bei Google, ja, oder vielleicht in die Top drei?


T: Ja, also wir haben verdammt viel ausprobiert in den letzten Jahren, und das ist natürlich auch die Frage, die die meisten Entscheider und Geschäftsführer, ja, so ein bisschen zwickt, weil man kann natürlich viel machen, aber für das Hauptkeyword auf die erste Position zu kommen: Das ist, ja, die größte Herausforderung.

Meine ganz klare Anleitung ist: Einen Bombencontent zu schaffen und vor allen Backlinks und so ein bisschen Technik.

Diese drei Sachen braucht es, um dann entsprechend hochzukommen. Und, ja, auch sich nicht so viel auf große Contentausstaffierung im Rahmen des Contentmarketing zu konzentrieren, sondern wirklich nur auf sage ich mal ein, zwei, ich nenne es ganz gerne die Lasermethode, ne?

Sich wirklich ein Keyword rausnehmen. 

Zum Beispiel SEO Agentur Köln, ne? Und die ganzen Ressourcen darauf legen. Und dann bei den Backlinks auch drauf achten, dass es nicht irgendwelche Hans Franz Seiten sind, sondern da auch gerne mal ein bisschen Geld in die Hand nehmen.

Weniger mit hoher Qualität ist da viel, viel mehr häufig. Da haben wir es schon sehr, sehr häufig erlebt, jetzt gerade wieder einen aktuellen Case von Jemandem aus der Schweiz, wo wir innerhalb von drei Monaten auf Platz, ich glaube drei, für sein Hauptkeyword in einem richtig hart umkämpften Markt geschossen sind mit nur einem einzigen Backlink.

Dieser Backlink war verdammt teuer, und da war super schwierig dranzukommen. Manchmal verhandeln wir auch wochenlang, manchmal sogar über Monate, weil die wissen natürlich auch von den großen Publisherplattformen, dass die wertvoll sind, und die wollen das oft nicht.

Und deswegen musst du die natürlich quasi überreden, so ein bisschen, ne, ja, Vertrauen aufbauen, erstmal deren Vertrauen gewinnen, und auch einen richtig krassen Mehrwert für die stiften.

Und dann ist es oft möglich da so einen Backlink zu platzieren, und der ist dann zehnmal mehr wert als jeder hundertfünfzig Euro schnell gesetzte Link, ne?

Und wenn du diese drei Sachen hast: Also Content, richtiger geiler Content, vor allen Dingen nicht irgendwas, was du gerade so aus dem Bauch heraus überlegt hast: Joa, ich denke mal für das Keyword müsste man es so schreiben.

Nein. Das muss das alles in der Güte, im Detail analysiert sein: Was wollen die Leute lesen, ne? Was haben die für Fragen, ne?

Was für angrenzende Searchqueries, also Suchanfragen, gibt es noch zu meiner Suche, ne?

Und um so ein bisschen Themenrelevanz auch zu schaffen für dieses Keyword entsprechend, und Google klarzumachen: Hey, wir beantworten auch noch andere Fragen zum Thema SEO Agentur. 

Und, ja, da geht die Reise hin, ne?

Und, ja, auch nicht Copypaste von Anderen, sondern gerne mit eigenen, kreativen, mehrwertstiftenden Inhalten um die Ecke kommen, und dann die richtig starken, wenig richtig starke Links feuern, und dann sollte das innerhalb von zwei, drei Monaten ganz easy möglich sein da aufzusteigen.

Es sei denn man ist vielleicht im Photovoltaik oder Immobiliensektor unterwegs, weil da kämpft man natürlich auch immer gegen sehr professionelle Leute, unter anderem auch gegen uns. Und dann wird es schwierig,


P: (lacht) Also nichts mit: Ja, ich kaufe mir mal ein Backlink Paket bei Fiverr für hundert Euro.


T: Das ist oft nicht so, ja, zu raten


P: Ja, ich habe schon viel gehört, viel gesehen auch in dem Bereich. Jetzt vielleicht gerade angeknüpft daran: Was sind so die häufigsten Fehler, die du bei Leuten vielleicht immer wieder siehst im Bereich Suchmaschinenoptimierung?


T: Die häufigsten Fehler sind eigentlich fehlende Kommunikation, ne?

Die Leute denken: Ach, dieses SEO, das stelle ich mal eben so ein, und dann läuft das. 

Aber es ist eine Sache auch oben zu ranken, und es ist eine andere Sache eine hohe Conversion Rate auf der Webseite zu haben.

Das heißt, wenn ich schon diesen ganzen Aufwand mache, um mich oben zu platzieren, und dann bin ich tatsächlich oben, dann sieht man häufig auch: Ja, wir bekommen zwar Klicks, ne, aber die Conversion Rate ist so niedrig, ne?

Dann geht man auf die Seite, und da gibt es keine Einstiegsangebote, da wird der Mehrwert nicht richtig verkauft, es gibt keine einzigartigen Mehrwertvorteile, womit man sich so ein bisschen von der Konkurrenz abgrenzt.

Und dieser Punkt wird sehr, sehr häufig vernachlässigt meiner Ansicht nach. Ja, einfach am Anfang immer hingehen und den Trichter unten so breit wie möglich erstmal machen, weil wenn ich dann oben viel reinkippe, dann kommt unten auch viel Geld raus.

Und der zweite Fehler, den ich häufig sehe, ist, ja, dass sich das ganze gar nicht richtig getrackt wird auch auf der Seite, ne?

Weil die Leute wissen das dann oft gar nicht: Joa, ich glaube das kam über SEO. Oder: Joa, ich glaube das kam über die Anzeigen.

Die haben dann so ein Bauchgefühl, aber sind sich gar nicht so wirklich im Klaren darüber, was jetzt ganz genau über welchen Kanal kam.

Und das ist total wichtig diese Attribution tatsächlich zu haben, und, ja, da einfach eine klare Antwort darauf zu haben: Wo habe ich mein Geld verdient?

Mit welchem Keyword auch ganz genau? Weil sonst ist die weitere Allokation der Ressourcen schwierig.

Ja, das sind auf jeden Fall Biggies. Und das andere Ding ist natürlich der Pagespeed immer wieder gerne, ne: Ja, wir sind hier bei Google PageSpeed Insight Test auf nur 35 Punkten.

Das muss höher sein. Das reicht nicht. Ne? Und dann sage ich ganz gerne: Lass uns doch mal gucken.

Erstmal: Was sagt ein richtiger Test dazu? Weil, wie du ja wahrscheinlich auch weißt und auch viele Andere, ist der Google PageSpeed Insight Test überhaupt gar kein Test, sondern das ist eine Emulierung, eine Prognose auf Basis von historischen Daten, ne?

Und Google selbst, John Mueller, empfiehlt: webpagetest.org. Das muss man sich mal geben, ne?

Der Head of Google spammt ihm damals zumindest, jetzt ist er das ja nicht mehr, jetzt gibt es ja diesen lustigen Typen mit den lila Haaren, (lacht) und der empfiehlt selber nicht das eigene Tool. 

Also das ist als Heuristik zu nehmen, ne?

Viel wichtiger ist die gefühlte Ladezeit. Genau, das sind denke ich schon so ein paar Biggies entsprechend. Ja.


P: Ja, das ist spannend. Ja, das sind schon auch wichtige Dinge ganz klar. 

Ja, wie gehst denn du mit Kunden um, wenn die zum Beispiel bei dir sind und sagen: (unv.) sind wir jetzt schon zwei, drei Monate da dran, aber irgendwie die Rankings: Ja, da passiert noch nichts.

Ich sehe noch nichts. Hast du da eine Strategie oder einen Hack oder?


T: Ja. Da sage ich ganz gerne: SEO ist ein Marathon und kein Sprint.

Herr Meier, ne? Das hatte ich Ihnen vorher gesagt.

Ich sage es auch immer vorher. Also das ist eins der ersten Dinge, die ich im Gespräch kommuniziere, ne: Herr Meier, Sie wissen ja auch, dass SEO Maßnahmen erst ihre volle Tragkraft wirklich ausspielen können nach sage ich mal sechs bis zwölf Monaten. 

Und ab zwölf Monaten, da bin ich mir ganz sicher Herr Meier, da wird es auch Ihnen richtig Spaß machen, weil dann fängt das dann an richtig zu funktionieren. Das ist ja auch so eine Progression.

Und glauben Sie mir, Herr Meier, ne, wenn dann erstmal einige große Aufträge bei Ihnen gelandet sind über SEO, dann sind wir beide die besten Freunde.

Und so ist es dann tatsächlich auch häufig bei unseren Kunden. Also wir haben wirklich eine sehr niedrige (unv. kenne das Wort nicht, also Ausstiegsrate. In der Regel bleiben die Kunden über viele Jahre, ja, weil es einfach läuft, und weil es funktioniert.

Und, ja, das ist schön. Man hat natürlich auch immer wieder die Leute, die sehr, sehr schnell Ergebnisse wollen, ne?

Dann sage ich ganz gerne: Okay, das kann ich verstehen, dass Sie da schnell Ergebnisse wollen. Dann müssen wir halt das Budget erhöhen, ne, um dann noch mehr entsprechend zu feuern, ne?

Das ist wirklich auch eine Budgetfrage, aber manchmal geht es auch einfach nicht schneller, ne, weil wir sind ja auf einen externen Dritten, Google Blackbox, angewiesen: Was für Ergebnisse kriegen wir da zurückgespielt? Und da können wir uns auf den Kopf stellen.

Es muss Google auch gefallen, und das dauert halt seine Zeit.

Es muss nicht immer sechs bis zwölf Monate dauern. In manchen Märkten geht es auch viel schneller. Aber so zwei, drei Monate, ja, dauert es auf jeden Fall. 

Und eine andere Antwort ist auch gerne: Herr Meier, wir haben auch jetzt hier erstmal das SEO Fundament geschaffen, ne? Wir müssen ja erstmal eine technisch saubere Grundlage schaffen.

Auf diese Grundlage setzen wir dann die saubere ausgearbeitete Kommunikation, und dann erst kommt der Content, und dann kann erst der Backlink kommen.

Das heißt die ersten zwei Monate schaffen wir ja nur das Fundament, und auch nur das Fundament an Technik und Kommunikation. Das sind aber die wichtigsten Stellschrauben, ne? Ja, genau.


P: Ja, das sage ich den Leuten auch ganz gerne, wenn sie dann sagen: Ja, Zeit und so. Stelle es dir vor wie einen Kathedralenbau, ja?

Wir fangen nicht mit der Turmspitze an, sondern wir müssen erstmal ein ordentliches Fundament gießen, bevor wir da auch wirklich was darauf aufbauen können.

Ja. Ja, vielleicht mal so ein kleiner Blick hinter die Kulissen bei dir in der SEO Agentur: Wie sieht denn so ein typischer Tag bei dir aus?


T: Ja. Also der typische Tag beginnt eigentlich mit einigen Fokusblöcken in der Regel, wenn es möglich ist. Und zwar versuche ich am Anfang des Tages, das ist immer so meine beste Phase.

Ich bin meistens sehr früh im Büro jetzt, weil meine Freundin hat einen sehr frühen Rhythmus. So bin ich meistens schon halb Sieben bis Sieben im Office.

Und dann versuche ich erstmal mindestens drei Stillarbeitsphasen. An meinem Hauptbiggy für den Tag konzentriert zu arbeiten ohne Ablenkung von allem Anderen.

Gut, vorher mache ich meistens noch einmal kurz einen Durchlauf durch alle Mails. Danach mache ich drei 45 Minuten Einheiten wie früher in der Universität.

Ne? Das habe ich mal damals auf so einem Leitner Lernsystem Seminar gelernt, und dann in diesem Buch, The One Thing, wird es auch nochmal postuliert, ne, um dann wirklich was wegzurocken.

Und danach geht es meistens dann in einen Call rein mit meiner Projektmanagerin, und dann werden, ja, so die Herausforderungen des Tages besprochen.

Joa, und dann, wenn das getan ist, versuche ich weiter an der für mich wichtigsten Sache zu arbeiten, und entsprechend gleichzeitig die Mitarbeiter mit Aufgaben, ja, zu versorgen, mit den wichtigsten Aufgaben, und mich möglichst rauszuziehen, und dann nachher noch so ein bisschen strategisch zu arbeiten. Genau, joa.


P: Ja, vielleicht Stichwort Herausforderungen: Was sind denn für dich so die größten Herausforderungen, die vielleicht auch immer wieder kommen?


T: Also die größte Herausforderung für mich besteht darin die Kommunikation zum Kunden, dem Kunden klarzumachen was jetzt als Nächstes getan wird, und dass er das auch versteht.

Am liebsten würde ich einfach die komplette Kontrolle der Domain übernehmen, und sagen: Ich mache das fertig.

Und so funktioniert es tatsächlich auch am Besten. Und die Herausforderung erwächst dann, wenn der Kunde sagt: Nein, also diese Seite. Ich habe den Text jetzt komplett umgeschrieben. Alle Keywords sind raus.

Alle, ne? Ich sage: Herr Meier, aber so funktioniert das doch nicht. Wir haben doch extra diesen Text geschrieben. Glauben Sie mir, das funktioniert so, ne?

Ja, nein, da müssen wir das und das. Und dann kommen die ständig mit Sachen, die überhaupt nicht SEO relevant sind, ne, aber trotzdem umgesetzt werden sollen, weil wir sind ja eine Full Service Agentur.

Das heißt wir machen alles von vorne bis hinten. Wir lassen den Kunden nicht alleine, und sagen: Hier hast du den SEO Text. Komm klar damit.

Und, ja, das ist für mich persönlich eigentlich so die größte Herausforderung. Und aktuell auch so ein bisschen, ja, zu wachsen, und trotzdem der Qualität nach meinem Anspruch gerecht zu werden.

Und, ja, sich auch dort zu fokussieren, ne? Ja, den Kunden auch immer wieder einzufangen, und zu sagen: Nein, das ist ein nettes Thema, was du jetzt hier hast, aber das wird uns nichts bringen.

Wir müssen das Budget dahin schieben. Das sind so die Herausforderungen an den Stellen, an denen wir aktuell arbeiten dürfen.


P: Ein sauberes Ressourcenmanagement ist da auch ein ganz großer Stichpunkt, ne?


T: Ja, absolut. Ja.


P: Ganz klar. Naja, ich sage den Leuten immer ganz gerne: Wir müssen es einerseits messen können, aber wir müssen natürlich die Ressourcen, die da sind, auch richtig verteilen.

Alles Andere sage ich immer ganz gerne ist nur Hoffnungsmarketing. Versuch mal, und mal schauen, ob es funktioniert.

Wie sieht denn so ein typischer Kunde bei dir in der Agentur aus?

Also habt ihr eher so kleine Firmen, ganz große Firmen, oder einen Mix von Selbstständigen?


T: Also bei uns ist unser Hauptkunde eine Person sage ich mal, ein Geschäftsführer, Inhaber, mit, ja, ich sage immer zwei bis maximal fünfzig Mitarbeitern. 

In der Regel der durchschnittliche Kunde bei uns hat so, ja, ich denke so fünfzehn bis zwanzig Mitarbeiter in der Regel ab 500.000 Jahresumsatz.

Das ist, worauf wir uns konzentrieren.

Da ist einfach ein bisschen mehr Budget hinter. Bei den Konzernen ist es so, dass die, ja, Vertragsabschlusszyklen sehr lange sind.

Man ist dann da in so einem Pitch drin. Wir hatten auch wieder letztens einige Anfragen diesbezüglich.

Das mache ich aber ungerne, weil erstens, ich sage immer ganz gerne: Das ist, als wenn man in einen Boxkampf geht, und nur eine Hand auf dem Rücken verbunden hat.

Weil es gibt soviele andere Stellen im großen Konzern, die auch noch irgendwie gesehen werden wollen, und die dann aber Einschränkungen nehmen.

Dann kann die Strategie, die am Anfang ausgearbeitet wurde, vielleicht nur zu dreißig Prozent umgesetzt werden.

Und das nur, weil die Social Media Abteilung nicht möchte, dass wir über die Facebook Fanpage irgendwas machen, oder andere Sachen.

Das war so ein Beispiel, was wir mal bei einem großen Farmerkonzern hatten. Die haben riesig viel Geld in die Hand genommen, und so Videos gedreht.

Und dann haben die einen neuen Blog, so einen Science Blog etabliert, und wir haben dann diese Marketingkampagne dafür gemacht.

Und dann durften wir diese Videos nicht auf der Facebook Fanpage posten, weil der Chef der Social Media Abteilung hat befürchtet, man würde ihm die Lorbeeren da irgendwie wegnehmen.

Ne? Und das kann ich dann irgendwo nicht mehr verstehen, und das macht auch keinen Spaß.

Am meisten Spaß macht es mir persönlich, wenn wir die Sachen hier für einen Kunden genauso umsetzen können wie wir sie geplant haben, und da auch ein bisschen Budget hinter ist, und nicht jedes Wort umgedreht werden muss und freigegeben werden muss, sondern dass die uns vertrauen.

Und das sind auch die Kunden, wo wir wirklich dann die besten Ergebnisse erzielen können.


P: Auch ganz viel Kommunikation auf zwischenmenschlicher Sicht so wie ich es da heraushöre?


T: Ja, absolut. Das ist total wichtig.


P: Also Technik ist die eine Sache, aber mit Menschen umgehen wieder eine ganz Andere, ja?


T: Absolut, ja.


P: Ja. Würdest du sagen, dass sich SEO auch für ganz kleine Firmen lohnt? Ich sage mal so die Pizzeria um die Ecke zum Beispiel oder der Bäcker?


T: Ja. Also gerade für die Pizzeria um die Ecke, Lieschen Müllers Massagesalon, ne? Da lohnt es sich besonders.

Es gibt jetzt auch so eine Masterclass von / Ach so. Das müssen wir leider rausschneiden. Das darf ich gar nicht sagen. Sorry.


P: Ich habe nichts gehört. :o)


T: Genau. Ein großer Toolanbieter wird demnächst einiges an neuen Inhalten bringen, und da bin ich auch als Trainer mit an Bord.

Und da habe ich nochmal die ganzen Statistiken von Think With Google, damals von meiner Zeit als Google Trainer, rausgekramt.

Und es ist so: 46 Prozent aller Suchanfragen haben eine lokale Intention. 46 Prozent. Und Local SEO wird immer, immer wichtiger.

Ich würde sogar sagen, dass SEO an sich fast wichtiger ist für kleinere, lokale Unternehmen, als für große Konzerne, ne, weil die haben auch die Power um in Ads zu investieren, ne?

Da muss man auch nicht immer ganz oben stehen. Aber im Bereich Local da gibt es so viele schöne Chancen, ne? Es ist auch so, dass 29 Prozent aller Suchanfragen einen Google My Business Einschub erhalten.

Das muss man sich mal geben. 46 Prozent der Suchanfragen haben lokale Intentionen, und fast ein Drittel aller Suchanfragenergebnisse haben einen Google My Business Eintrag in den Top Ten.

Und das zeigt uns auch, dass die Reise ganz klar zu Local hingeht. Und es ist ja auch gar nicht so schwierig in dem Bereich sich wirklich abzusetzen, wenn man da ein bisschen Hirnschmalz, Manpower, oder auch Coaching investiert in diesen Bereich.

Ja, weil man kann da schon sehr, sehr viel selber machen. Und das Gute ist, bei diesen kleinen Businesses: Man kämpft nicht gegen große SEO Agenturen, weil die in der Regel gar nicht das Budget haben, um in richtig ausgefuchste Profis zu investieren. Und das ist oft auch gar nicht notwendig.

Man kämpft da gegen den Bäcker von nebenan, der vielleicht gerade mal seine Jimdo Seite an den Start gebracht hat. Und das ist ja eine tolle Konkurrenz, ne?

Ich vergleiche es immer ganz gerne mit dem Kampfsport, ne: Wenn man selber in so einem Coaching ist, dann ist man quasi, ja, im Karateunterricht oder auch im Kickboxunterricht, und dann kämpft man gegen Jemanden, der noch nie einen Handschuh in der Hand hatte, ne?

Und das ist natürlich denkbar einfach dann, ne? Und, ja, ich sehe da super viel Potential, und das ist ein ganz, ganz toller Markt. Ja, und da geht was. Also das ist vollkommen klar, ja.


P: Ja, ich finde es stark, dass du diese Metapher auch verwendest.

Das ist auch immer eins der ersten Dinge, wo ich den Leuten sage: Jetzt schauen wir mal. Gegen wen matchen wir da eigentlich? 

Ja, in welcher Gewichtsklasse boxen wir gerade?

Ja, das ist oftmals so eins der allerersten Dinge, die wir angehen.

Wie sieht es denn aus zum Beispiel bei Onlineshops? 

SEO für Onlineshops, für Kleine, Große?


T: Ja, also für Onlineshops ist SEO absolut essentiell, ne? 

Also als Onlineshop musst du SEO machen, ne?

Das ist völlig klar. 

Klar, wenn du ein gutes Produkt hast, wo du eine gute Marge hast, und du kannst es mit Ads profitabel hinkriegen, ist das eine tolle Sache.

Aber die Basis stellt aus meiner Sicht immer SEO dar.

Und gerade für Produkte, die erklärungsbedürftig sind, wo es viele Fragen gibt, wo man wirklich Mehrwertcontent produzieren kann, den die Anderen nicht haben, da gibt es die Chance auch große Player am Markt einfach mit stärkeren Inhalten, mit einer besseren Benutzererfahrung, wirklich auszustechen.

Vor allen Dingen haben wir gemerkt, dass es die Produkte sind, die so ein bisschen fragenintensiver sind, ne?

Und, ja, wo man dann echt nochmal die Extrarunde gehen kann, die Fragen in einem kurzen Video auf der Produktdetailseite erklären, ne, nochmal ein PDF dazu, mit irgendwie, weiß ich nicht, einer schön ausstaffierten Infografik, ne?

Das machen die Großen ja nicht, weil die auf alle Keywords gehen, ne?

Die gehen oft gar nicht so tief rein.

Nicht immer, aber meistens.

Und da gibt es denke ich selbst bei Retailprodukten, ne, für kleine Shopbetreiber mannigfaltige Potentiale.


P: Spannend.

Ja, vielleicht noch die Frage dazu, wenn wir gerade auch dabei sind: Wie sieht denn für dich so ein perfekter Marketingmix aus? 

Ich meine SEO ist die eine Sache, aber wir hatten jetzt auch Ads zum Beispiel.

Also wie sieht für dich so der unter Anführungszeichen perfekte Mix aus sage ich?


T: Ja. Also mein perfekter Marketingmix besteht natürlich zu einem Großteil, oder sagen wir mal fünfzig Prozent aus SEO.

Also wenn man es sage ich mal kapital- oder budgettechnisch stemmen kann, würde ich immer, egal wo du stehst, vor allen Dingen, wenn du am Anfang stehst, sofort in SEO gehen, und ein Teil davon immer in SEO für die Zukunft zu investieren, ne, weil das ist so, als würdest du quasi in deinen Rentenfond investieren, oder in deine Aktien, die dir im Alter was bringen sollen, oder in Bitcoin, oder was auch immer, und später irgendwann kommen dann diese Zinseszinzeffekte.

Deswegen, wenn du immer, From Day One, fünfzig Prozent in SEO investierst, wirst du nach einem Jahr schon so weit sein, dass du deine Ads gar nicht mehr so stark brauchst vielleicht, ne?

Also deswegen: Fünfzig Prozent SEO, fünfundzwanzig Prozent Google Ads, aber dann auch wirklich nur auf meine transaktionalen Targetkeywords, also mit denen ich direkt Geld verdienen möchte, und wo ich weiß, dass die Suchintention eine Transaktionale ist.

Bei uns zum Beispiel: SEO Agentur Köln. Da sind wir sowieso auf Platz eins bis zwei, auch organisch. Aber wir schalten trotzdem noch auch Ads dafür.

Und dann natürlich noch die letzten fünfundzwanzig Prozent: Das kann man auch gerne verschieben.

Da mache ich dann auch gerne noch so ein bisschen Direktmarketing, ne? Also quasi beispielsweise über Social Facebook, ne, wo ich direkt eine Anfrage, ein Lied, eine Reaktion von Demjenigen, den ich bespiele, haben möchte, um sofort daraus Geschäft zu generieren.

Das funktioniert auch sehr gut. Aber das hängt auch ganz stark von den Ressourcen ab, ne? Wenn man wirklich sehr, sehr wenig Ressourcen hat, kann auch eine ganz andere Ausstaffierung sinnvoll sein.

Deswegen denke ich gibt es da nicht die Antwort pauschal für Jeden, sondern das hängt von den ganzen Variablen ab, ne?

Wie ist dein Können? Wieviel Ressourcen hast du im Team? Wieviel Budget hast du monatlich zur Verfügung?

Musst du jetzt sofort Geld verdienen mit dem Angebot?

Oder kann ich auch erst nochmal investieren, und vielleicht erst in zwölf Monaten profitabel sein?

Es gibt viele Dinge. Aber wie gesagt: Fünfzig Prozent SEO ist für mich immer gesetzt.


P: Sehr cool. Sehr cool. Ja, vielleicht die Frage: Was würdest du da Jemandem empfehlen, der ganz am Anfang steht?

Also was sollte man an Budget mitbringen, wenn man sagt: Okay, ich möchte jetzt in SEO investieren.

Ich möchte vielleicht auch ein bisschen was in Ads investieren.


T: Ja, also auch das Budget hängt natürlich stark vom Markt ab. Es gibt Märkte, da reicht eine anfragenoptimierte SEO Webseite tatsächlich aus.

Die gibt es immer noch, ne? Zum Beispiel der Fußpflegemarkt hier in Köln. Wenn man mal mobile Fußpflege Köln eingibt: Die Seite auf Platz eins. Da haben wir einmal initial SEO gemacht so ein bisschen, ne?

Und die Webseite zu einem ganz schmalen Kurs damals vor Jahren aufgesetzt. Und die rankt nach wie vor in Google My Business und in den Organischen auf Number One.

Das ist möglich. In anderen Märkten hast du halt überhaupt keine Schnitte, ne?

Also für Jemanden, der ganz am Anfang steht, ist wie gesagt die Kommunikation total wichtig, dass die richtig stimmt, ne, weil selbst wenn du eine Seite hast, die vielleicht nicht ganz so mega hübsch ausssieht: Wenn die Kommunikation die Painpoints deiner Zielgruppe adressiert, und die sich da wiederfinden, dann kaufen die trotzdem, und fühlen sich einfach besser abgeholt, ne?

Wenn du dazu noch ein cooles Design hast, ist auch schön, ne? Und dann natürlich die technische SEO Basis schaffen.

Da ist ein Coaching oder auch ein Eigenstudium im Rahmen eines Coachings finde ich absolut hilfreich für einen Mitarbeiter oder auch für einen selber.

Und dann muss man einfach langfristig, wenn man nicht das Budget hat, um eine Agentur zu bezahlen, Jemanden dafür haben, der sich da wirklich mit Fokus, der auch Zeit dafür hat, und sich damit auseinandersetzt, weil das ist so ein schneller wechselnder Markt, wo so viel passiert, wo man einfach am Ball bleiben muss.

Und, ja, also sonst generell: Wir arbeiten so ab tausend, tausendfünfhundert Euro pro Monat. Da geht es los bei uns im Retainer für mindestens zwölf Monate.

Und, genau, das ist, was man an Budget mindestens mitbringen muss. Es gibt auch andere Angebote. Genau zu dieser Frage: Was kostet SEO?

Da sind wir an einer sehr, sehr großen Studie gerade dran. Die ist fast fertig. Da haben wir in achtzig Städten in ganz Deutschland, allen Großstädten, SEO Agenturen befragt, anonymisiert befragt, über 821 der größten Agenturen Deutschlands.

Und die ganze Auswertung, was das kostet, gibt es dann irgendwann bald. Naja, auf jeden Fall kamen da auch Werte raus.

Es gibt tatsächlich auch Leute, die das für hundertfünfzig Euro anbieten. also das exisitiert am Markt, ne?

Die Frage ist natürlich immer, das muss einem auch klar sein, wenn man jetzt im Immobiliensektor unterwegs ist beispielsweise: Ein Kunde macht dreißgtausend Euro Provisionsumsatz, ne?

Das ist klar, dass da die Top Ten, die haben alle Geld mehr oder weniger, ne? Da wird mit harten Bandagen gekämpft. Da brauchst du mit hundertfünfzig Euro nicht ankommen, ne?

Aber es gibt immer Chancen auch mit kleinem Budget sich auch im Immobilienmarkt Marktanteile zu erkämpfen.

Also wer Fleiß mitbringt, und wer wirklich das Ten X Mindset mitbringt, der kann auch dort, auch im Immobilienmarkt, ne, sich nur als Einzelkämpfer etablieren und hocharbeiten, wenn man den richtigen Lehrer an der Hand hat, und da in Weiterbildung investiert. Oder, wenn man in eine Agentur vielleicht auch investiert, ne?


P: Also das mir persönlich an sich auch immer gut gefallen.

Es ist auch so: Es gibt Jedem einfach die Chance was zu machen, indem man einfach besseren, sei es einfach mal besseren Content produziert, als einfach die Anderen.

Gerade, wo du meintest: Größere Firmen würden vielleicht sagen: Ja, nein, feuern wir mal eher das Budget, das Werbebudget mit der Kanone raus, und sagen: Ja, mal schauen, was hängen bleibt.


T: Ja.


P: Ich sehe auch bei Displates immer ganz gerne, wenn so ganz große Brains überall aufploppen, und ich denke nur so: Das passt ja überhaupt nicht zu diesem Thema von der Seite.


T: Ja, das finde auch. Das ist wirklich schön. 

Das ist eins der ganz schönen Dinge im SEO, ne, dass du wirklich auch mit kleinem Budget, und auch wenn du keine Autorität hast, du aber genau den Painpoint getroffen und Killercontent hast, ne, dann kannst du trotzdem alles wegranken, ne, in manchen Sachen. Da dann Treffer zu landen, ist schön. Ja.


P: Ja, wir haben da auch schon immer wieder Beispiele von Kundenwebseiten, wo ich mir denke: Die sehen echt, sorry, furchtbar aus. Aber die funktionieren trotzdem, aber genau, weil sie eben diesen Schmerzpunkt der Zielgruppe adressieren.

Ja. Aber ich sage, wenn wir da noch eine schöne Verpackung präsentieren quasi, und auch noch schneller machen, so dass es auch mobile lädt etc. , ja, dann sprechen die Zahlen wirklich auch für sich.

Es ist ja dann auch wieder das Thema Messbarkeit. Vielleicht noch eine Frage zu den Google Updates der letzten Jahre: Gab es da ein oder zwei Updates, die für dich einen größeren Impact hatten, als Andere?


T: Also eigentlich interessieren mich die Google Updates nicht sonderlich. Was mich interessiert, ist der Google Quality Raters Guide.

Es gibt ja so ein PDF. Da steht das alles ganz genau drin, ne? Google gibt das ja raus: Wie soll die Benutzererfahrung sein, oder wie soll der Auftritt sein? Wie soll SEO gemacht werden?

Das steht da drin, ne, und daran halten wir uns. Wir machen White Hat nachhaltiges SEO.

Deswegen haben wir auch keine Angst sage ich mal vor irgendwelchen Updates, weil wir wissen: Das, was wir machen, tun wir für den Nutzer. Und das findet auch Google hintenrum gut.

Nichtsdestotrotz gab es ein Update, das für mich höchste Relevanz hat, und was auch strategisch Einiges verändert hat.

Und zwar war das das Your Money-Your Health Update mit dem Erstarken des Eat Faktors, wo es einfach darum geht, dass man einfach Informationen von verlässlichen Quellen, ne, in kritischen Bereichen wie zum Beispiel Medizin oder Geld.

Das sagt Google: Hey, das sind Bereiche, die sind so wichtig für das Leben unser Nutzer. Da müssen wir verlässliche Quellen oben positionieren, ne?

So, und das spiegelt sich auch in anderen Bereichen wieder. Sie haben es zwar postuliert nur für diese Bereiche, aber es hat sich ja gezeigt, dass das auch in anderen Bereichen zieht oder wichtig ist.

Und strategisch hat sich da für uns verändert, dass wir dazu übergegangen sind unsere Kunden, also da muss ich ein bisschen weiter ausholen: Es gibt ja diese Entitätsdatenbank.

Eine Entität ist ja etwas Existierendes. Und man muss sich vorstellen, da gibt es jetzt die Entität Timothy Maximilian Scherman, SEO Experte.

So, und jetzt muss natürlich eine Maschine herausfinden wie wichtig, wie relevant, wie autoritätsstark, hier kommt wieder Eat ins Spiel, ist diese Entität.

Und so müssen wir natürlich im ganzen Internet über einen langen Zeitraum von verschiedensten Quellen Informationen verbreiten, wo überall diese Entität mit verschiedenen anderen Dingen in Verbindung gebracht wird.

Und das ist natürlich eine tolle Strategie, wo man jetzt den Samen säen muss, und wo sich das in den nächsten Jahren ganz stark zeigen wird.

Und das sehen wir auch jetzt schon. Es gab auch auf der SEO Campix in Berlin Jemanden, der hat einen Vortrag gehalten. Der kam von einer großen Apotheke, also wirklich sehr, sehr groß im Ranking.

Und die sind plötzlich total abgestürzt danach. Warum? Ja, weil das waren alles Informationen, die nicht von einer verlässlichen Quelle stammten. Und gleichzeitig sind andere Portale, die sage ich mal Experten hatten: Hier hat Dr. XY geschrieben, ne?

Die wurden gepusht entsprechend. Und das war ein tolles Beispiel dafür. Und so gehen wir jetzt natürlich hin, und positionieren entsprechend unsere Kunden als Experten, ne?

Zum Beispiel: Steuerberater Dirk Wendel, Experte für Immobilien. Und das hat sogar dazu geführt, dass, ja, dieser Expertenstatus dann weiter bekannt wurde, und da hat die Stiftung Warentest den als Experte rezitiert in so einem fetten Buch für Immobilien als Steuerexperte, ne?

NTV hat angerufen. Da passieren witzige Sachen, wenn man das in diese Richtung macht. Und, ja, das wird sich die nächsten Jahre auch noch stark zeigen, und das empfehle ich auch unseren Kunden und auch Jedem, mit dem ich darüber spreche, dass das wichtig ist, ne, die eigene Autorität zu forcieren, ne, vielleicht sogar eine eigene Namensseite anzulegen.

Auch selbst wenn man noch kein Experte ist, irgendwann ist man Einer, ne? Es gibt ja da diese zehntausend Stunden Regel, ne?

Wenn du dich zehntausend Stunden mit einem Thema beschäftigst, dann bist du wahrscheinlich besser als die Meisten, die das je studiert haben, weil du es einfach so Hardcore into your Brain, ne, bekommen hast.

Genau. Und dieser Eat Faktor: Das wird wichtig sein in Zukunft.

Und deswegen, ja: Da hat sich was im Kopf strategisch für mich einfach verändert. Diese anderen ganzen kleinen Updates und so interessieren uns nicht, weil wir einfach nachhaltiges White Hat SEO betreiben.


P: Das predige ich auch immer. Zukunftssicheres SEO heißt nicht, dass ich auf jeden Update vorbereitet sein muss, sondern wenn dein Content gut ist, dann spielt es eigentlich keine Rolle, ja, also Allwettercontent sage ich da ganz gerne.

Ja, aber speziell Eat hatten wir auch immer mal wieder so als Thema. Ich sage den Leuten dann halt: Stell dir mal zwei Fragen: A, wer empfiehlt dich?

Und zum Thema Eat: Was ist der schlimmste Schaden, der passieren kann bei Fehlinformationen?

Ja, also was weiß ich: Ich habe ein Kochrezept, und da steht statt, keine Ahnung, fünf Gramm Salz fünfzig Gramm Salz versus Jemand googelt vielleicht: Herzinfarkt. was tun? Ja. Ja, natürlich.


T: Das ist ein gutes Beispiel. Das werde ich mir merken. Das ist eine gute Frage, ja.


P: (lacht) Ja, das kommt auch immer wieder, oder?

Wenn wir über das Thema sprechen: Ja, klar wie werde ich denn zum Experten? 

Aber da sind echt ein paar coole Tipps dabei gewesen.

Vielleicht die Frage: Wo siehst denn du ich sage mal SEO von heute die nächsten fünf bis zehn Jahre?

 Oder fünf bis sieben? Glaskugelfrage.


T: Ja, also ich denke es geht auf jeden Fall in die Richtung Voice Search, ne? Das heißt für Voice Search musst du in den Top Ten ranken.

Du musst wahrscheinlich noch die Answerbox besetzen entsprechend. Das heißt es wird eine Oligopolisierung geben. Es werden Viele vom Markt verdrängt werden, die vielleicht jetzt noch ziehen.

Google wird weiter in Richtung, ja, tatsächlich auch Content Creator gehen, und auch, leider auch Content Ripper, ne? Das muss man ganz klar sehen.

Was wir ja auch in den Knowledgegraphen und den Answerboxen gesehen haben, ist, dass oftmals / Also die ziehen ja die Antwort von deiner Webseite und geben die direkt schon, vielleicht sogar oben schon in der URL.

Da wird die ja auch schon teilweise beantwortet. Dann muss ja niemand mehr auf meine Seite klicken, ne? Und darüber hinaus geht die KI jetzt auch hin und kreiert selber Inhalte.

Das sehen wir zum Beispiel, wenn du eingibst: Was sind die besten Starwars Filme?

Und dann kriegst du die Farben und einige andere Designelemente, die auf Basis von Machine Learning aus dem Bild: Wie sieht das Bild aus?

Welche Farben sind da verwendet? Dann müssen wir diese Hintergrundfarbe nehmen, das, und so, die Headline in der Farbe gestalten.

Es geht schon so weit, dass die KI tatsächlich auch Content Creation vollzieht, und dass Google immer mehr dann auch irgendwann: Vielleicht jetzt wird der Link in der Answerbox noch unten genannt, stammt von Quelle so und so, aber die haben die Information in einer Datenbank vielleicht in ein, zwei Jahren.

Und es gab glaube ich auch einige Beispiele schon, wo nach einiger Zeit der Link dann nicht mehr gezeigt wurde. Und dann klickt Keiner mehr, ne?

Gut, das wurde auch auf der Mods Conn in den USA schon öfters thematisiert dieses Thema. Da haben viele Leute, vielleicht sogar berechtigterweise, ein bisschen Sorge, ne?

Aber es gibt auch die positiven Seiten, weil es immer auch Themen gibt, wo man einfach mehr Informationen haben will. Da muss man mehr Informationen haben, und da möchte man sich tiefer reinlesen, und da möchte man wirklich Mehrwertinhalte von diesen Expertenquellen konsumieren.

Und nicht irgendwie: Wie lange leben Kodiakbären? Achtzig Jahre, Antwort, ne? Das sind ja diese, steht auch in dem Quality Raters Guide, verschiedenen Kategorisierungen.

Da gibt es zum Beispiel: Google nennt es: No Simple Query. Ne? Also wo es quasi eine einfache, schnelle Antwort gibt.

Bei diesen Suchanfragen werden wir langfristig als SEOs keine Chance mehr haben. Ganz klar. Da gibt es eine klare Antwort: Der Kodiakbär wird achtzig Jahre alt. Ich weiß jetzt gar nicht, ob der achtzig Jahre alt wird.

Auf jeden Fall haben wir da keine Chance. Aber bei anderen Suchanfragen, ja: Wie funktioniert die Proteinbiosynthese im Detail?

Oder: Proteinbiosynthese Infografik. Ne? Da haben wir eine sehr, sehr schöne Chance weiterhin uns oben abzusetzen. Allerdings wird SEO auch immer professionelle, ne?

Das heißt was jetzt damals so 2013, als ich da anfing mich wirklich tiefer mit SEO zu beschäftigen, noch alles ging, das wird jetzt nicht mehr so einfach sein, aber immer noch ganz locker möglich, wenn man mit dem richtigen Ehrgeiz dabei ist. Und es gibt nach wie vor, vor allen Dingen in Deutschland, ne, immer noch so viele offene Märkte, wo man so easy reingehen könnte, ne?

Also da ist noch ganz, ganz lange ganz viel Luft. Und vor allen Dingen sollte man sich konzentrieren auf Bereiche, wo man wirklich zusätzlichen Mehrwert stiften kann, und, ja, die halt nicht in die Kategorie No Simple fallen, ne?

Dann ist man da sehr, sehr gut gewappnet, um auch zehn, zwanzig Jahre richtig gutes Geld zu verdienen, und sich da in seinen Bereichen als Autorität zu positionieren.


P: Ja, schön gesagt. Das sage ich den Leuten auch immer ganz gerne.

Also auf die Frage: Ja, wo macht welcher Content Sinn? 

Also wenn ich jetzt frage: Google, wie wird das Wetter heute in Berlin?

Dann brauche ich da nicht einen Fünf-, Sechstausendwortebeitrag dazu schreiben.


T: Ja, das ist natürlich so eine ganz simpel zu beantwortende Frage: Wäre es ein Expertenthema, wo ich ganz viele Informationen brauche, ja. 

Naja, das ist natürlich auch ein ganz großes Thema: Expertenblogs.

Ja, vielleicht noch abschließend die Frage, wenn wir die Zeitreise nach vorne hatten, die Zeitreise zurück: Was waren für dich so die größten Learnings in deinen ganzen Jahren im Bereich Online Marketing, speziell Suchmaschinenoptimierung? 

Und wenn du nochmal zurück könntest, also mit dem Wissen von heute damals nochmal starten würdest: Würdest du etwas anders machen? Und wenn ja, was?


T: Ja. Also in meiner Unternehmerkarriere habe ich früher immer so gedacht, das höre ich auch von vielen anderen Stellen: Man müsste irgendwie Multiple Income Streams aufbauen, und in allen Töpfen gleichzeitig rühren.

Und so habe ich wirklich jede Technik ausprobiert, alles was was ist: You name it, I have done it. Ne? Und das hat auch funktioniert. Also jetzt nicht riesengroß, aber es kam so ein bisschen Geld rein, und dann dachte ich: Okay, das läuft jetzt, ne?

Hier Backlinkseller, Private Blog Network, dass ich aufgesetzt habe. Da kommt Geld rein. Das ist wunderbar. Ich gehe jetzt woanders hin. Mache ich Amazon. Amazon läuft, alles klar.

Mache ich was anderes. Mittlerweile, wenn ich jetzt nochmal zurück könnte, würde ich mir sagen: Timothy, konzentrier dich auf eine einzige Sache. Ein Produkt, eine Zielgruppe, ne, eine Trafficsource, eine einzige Sache.

Und da gehst du voll rein. Komplett. Nur diese eine Sache, nicht anderes, ne? Und mach nur das.

Und werden Ideen aufkommen, weil gerade, wenn man als Unternehmer oder auch als Selbstständiger: Da kommen ja immer viele Ideen auf. Man sieht Potentiale.

Man geht über die Straße und sieht: Ach geil, das könnte ich jetzt auch machen. Wieso machen die das nicht so und so? Das müsste man doch so und so machen. Und, ja, da muss ich mich auch immer wieder zügeln, und das kenne ich auch von Freunden und Bekannten.

Das kennst du sicherlich auch, wo man dann denkt: Ach nein, aber ich habe jetzt meine Sache. Und erst, als ich das wirklich gemacht habe, mich auf eine Sache zu konzentrieren / Ich habe immer noch Amazon Ware für weiß ich nicht wieviel irgendwo liegen.

Das verkaufe ich aktuell nicht. Also ich hatte damals, da muss ich dann ein bisschen ausholen, ein Amazon Business.

Das lief wirklich grandios, ne, in einem mittleren fünfstelligen Bereich pro Monat. Und das war eine tolle Sache.

Aber ich habe gleichzeitig auch noch ganz viele andere Projekte gehabt. Und irgendwann habe ich mich dann entschieden: Ich mache nur noch, nachdem ich auch dieses Hörbuch The One Thing bestimmt zweimal, dreimal durchgehört hatte / Ja, das hat mir dann wirklich die Augen geöffnet. Seit ich das mache, ne, läuft alles noch viel, viel besser als jemals zuvor.

Und da muss ich mich auch immer wieder an den Kandaren nehmen, und sagen: Tim. Wir waren jetzt zum Beispiel gerade auch in Spanien, in Alicante, unterwegs jetzt vor Kurzem im Oktober, und da gab es einen megageilen Laden.

Mein Vater, also der mich großgezogen hat, ist Argentinier, und so bin ich mit Tapas und vor allen Dingen Empanadas großgeworden, ne? Das sind so kleine Teigtaschen. Und es gab da ein Empanada Franchise.

Und das war so geil gemacht, und die Empanadas waren so lecker, ne, und es war alles mega. Und das gibt es noch nicht in Deutschland. Und dann sind wir über die Schildergasse hier in Köln gelaufen.

Da war ein Ladenlokal. Und ich sagte zu meiner Freundin Ingrid: Ingrid, hier müssen wir investieren. Das ist eine Goldgrube.

Das müssen wir machen, ne? Und dann am nächsten Tag, ich habe einmal darüber geschlafen, ne, auch die 24 Stundenregel bei der Bundeswehr gelernt: Immer einmal darüber schlafen, und danach erst melden.

Das ist auch Gold wert. Und dann habe ich mir gedacht: Nein Tim, jetzt bist du schon wieder an einem Punkt, wo du wieder in einen anderen Bereich reingehen willst, ne? Konzentrier dich auf deine Agentur.

Mach das mit hundert Prozent, hundertfünfzig Prozent, Vollgas, und nichts anderes. Und so habe ich es jetzt auch gemacht.

Und das ist für mich, also jeder hat ja so sein eigenes Thema, ne, aber für mich persönlich ist das mein Thema. So nicht dieses Verzweigte und ganz viele Income Streams aufzubauen, sondern eine einzige Sache zu machen.

Okay, wenn die so brutal gut rennt, dass das automatisiert ohne einen funktionieren sollte, ne, und man es so weit getrieben hat, und sehr, sehr viele Mitarbeiter hat, und das ganze System läuft, und man steht außen beim Unternehmen, was ja als Unternehmer so ein bisschen Ziel ist irgendwann oftmals, dann kann man woanders hingehen.

Aber vorher nicht. Und da bin ich noch nicht. Und deswegen muss ich mich immer wieder einfangen, wenn ich wieder auf Ideenreise gehe.


P: Ja, das kenne ich gut. Also ich sehe es bei Anderen, aber ich sehe es bei mir auch selber. Ich denke mal gerade im Bereich Online Marketing, Suchmaschinenoptimierung / Ich sehe manchmal auch so viele Nischen und Keyword Pläne, wo ich mir denke: Alter Schwede, warum macht da niemand was? Da liegt Geld auf der Straße.

Man muss es wirklich nur einsammeln mit ein bisschen Know How, und einfach machen, ja. Und, ja, das sind schon immer so diese Versuchungen natürlich, die an jeder Straßenecke gefühlt lauern.

Ja, ich denke schon, dass daran auch ganz, ganz Viele scheitern, oder einfach nicht mehr vorankommen, weil jeder propagiert: Jeder Millionär hat mindestens sieben Einkommensströme und, und, und.


T: Ja, genau, genau. Das wird ja immer erzählt, ne? und das mag ja auch stimmen. Der ist vielleicht Millionär nur mit Einem geworden.


P: Ja ja, richtig.


T: Danach hat der die Anderen hinzugefügt. Das sagen sie nicht. *lacht*


P: Nein nein, das sagt dir Keiner. Das steht nur irgendwo in einer Notiz noch ganz klein, ja, das Kleingedruckte, kursiv, Schriftgröße acht. (lacht)

Ja sehr cool, Timothy. Das sind glaube ich noch sehr schöne abschließende Worte gewesen.

Ich glaube das sollte man wahrscheinlich Jedem mit an die Hand geben. Ich weiß nicht, das ist glaube ich von Bruce Lee oder so dieses Zitat: Ich fürchte nicht Denjenigen, der tausend Schläge geübt hat, sondern Denjenigen der einen Schlag tausendmal geübt hat.

Und ich denke das, egal ob man Unternehmer ist, ob man im Marketing ist, oder wie auch immer, sollte sich schon Jeder ganz groß auf die Fahne schreiben, ja.


T: Absolut, ja. Wahre Worte.


P: Also ich danke dir auf jeden Fall für die Zeit Timothy.


T: Sehr gerne, Peter.


P: Das war wirklich ein sehr cooles Gespräch. Sehr coole Einblicke, sehr viele Learnings. 

Und ich würde sagen die entsprechenden Links und so packen wir sowieso unter das Video. Ja, Google Guidelines, ja, Bücher, etc.


T: Ach ja, genau, wenn ihr auch nochmal so einen Einblick von meiner Seite haben wollt, gerne mein neues Buch WordPress SEO 2020, da ist es, ne? 

Da kommt jetzt auch eine neue Version irgendwann bald raus. Wahrscheinlich auch in einem der größten PC Verläge, die es so gibt in Deutschland.

Da wird das höchstwahrscheinlich jetzt im nächsten Jahr erscheinen. Genau. Ansonsten vielen Dank auch.


P: Ja, also ich habe es nicht gelesen. Ich habe es verschlungen würde ich sagen. (lacht) Sehr gute Informationsdichte. Das kann ich auf jeden Fall empfehlen.

Also das packen wir natürlich auch unter das Video.


T: Danke. Vielen Dank. Und bis ganz bald, Peter, ne?


P: Ja, bis ganz bald, Timothy, danke.


T: Ciao.


P: Tschüss.



Peter Hiebl

Über den Autor:

"Ich helfe Webseitenbetreibern dabei ihren Onlineauftritt zu optimieren um nachhaltig mehr Umsatz und Neukundenanfragen über das Internet zu generieren."

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