Juni 27

1 comments

Bilder-SEO optimieren in 2020 eine einfache Schritt für Schritt Anleitung

By Peter Hiebl

Juni 27, 2020

Bilder SEO, Local SEO, Local-SEO, Lokal SEO, Lokal-SEO, SEO, Seo Beratung, SEO Optimierung, Suchmaschinen Platzierung, Top10-Suchmaschinenoptimierung

Bilder-SEO ist ein häufig vernachlässigter Teil im SEO-Marketing. Zwar profitieren nicht alle Branchen von der Optimierung grafischer Inhalte, für einige ist das aber essenziell wichtig. Mit den richtigen Bildern lässt sich die Suchmaschinen-Platzierung einer Webseite deutlich steigern und mehr Traffic generieren. 

Zwischenzeitlich galt Bilder-SEO als nebensächlich, da die Google Bildersuche kaum noch Traffic auf die eigentlichen Webseiten weiterleitete. Das hat sich aber geändert und mittlerweile zählen Bilder wieder zu den zentralen Bausteinen jeder SEO-Strategie für visuell orientierte Gewerbezweige.

Damit das richtig funktioniert, bedarf es spezieller Optimierungsmethoden. Daher wollen wir heute zeigen, was Bilder-SEO ist und wer sie braucht. Anschließend zeigen wir Schritt für Schritt, wie sie sich praktisch umsetzen lässt.

Auf allgemeine Grundlagen der Suchmaschinen-Optimierungen gehen wir in diesem speziellen Beitrag nicht ein. Diese sind in den anderen Beiträgen auf diesem Blog zu finden.

 Für frische SEO-Einsteiger empfehlen wir unsere Ratgeber zu den Themen "Suchmaschinen-Platzierung" und "Top10-suchmaschinenoptimierung".

Bilder-SEO was ist das?

Ganz allgemein ziehen Bilder die Aufmerksamkeit auf sich und die Besucher nehmen sie zuerst wahr. Deshalb gehören grafische Elemente wie Fotos, Logos und Diagramme zu den wichtigsten Komponenten in jedem Webprojekt. 

Dabei geht es nicht nur um Design und Verständlichkeit. Auch Bilder fließen in die Ranking-Berechnung der Suchmaschinen mit ein und steigern die Klickrate. Wie Untersuchungen gezeigt haben, kann sich die Suchmaschinen-Position durch das Einbinden von wenigstens einem Bild deutlich verbessern.

Es geht aber noch viel weiter darüber hinaus. Zwar beginnen die meisten Nutzer ihre Suche im Web auf Googles Startseite, um Produkte, Firmen oder Informationen zu finden.

Bilder als Kaufanimation

Bei bestimmten Themen und Angeboten jedoch haben Bilder einen so starken Einfluss auf das Kaufverhalten, dass die Kunden vornehmlich mit einer Bildersuche beginnen. In einigen Branchen sind grafische Inhalte sogar wichtiger als Texte. Wer ein neues Kleid, einen Teppich oder einen Sportwagen kaufen möchte, der interessiert sich eher für Bilder als für trockene Produktbeschreibungen.

Niemand bucht einen Urlaub, ohne sich vorher Fotos von der Region, den Sehenswürdigkeiten und dem Hotel anzusehen. Bilder-SEO ist ein Teilbereich der Onpage-Optimierung mit dem Ziel, die Relevanz und Auffindbarkeit der eigenen Seite mithilfe von Bildwerken zu steigern.

Die Optimierung von Bildern soll Google helfen, die visuellen Informationen besser zu verstehen und einzuordnen. Dabei geht es sowohl um ein besseres Ranking in der Bildersuche als auch um eine Steigerung der Suchmaschinen-Platzierung in der normalen Suche.

Darüber hinaus ist Bilder-SEO auch für andere Online-Marketing-Strategien wie Pinterest-SEO oder auf Instagram relevant und wichtig.

Wer braucht Bilder-SEO?

Eine gute Website besteht nicht nur aus Texten und Links. Fotos, Diagramme, Icons und andere grafische Elemente machen eine Seite attraktiver, übersichtlicher, informativer und leichter verständlich. 

Allerdings benötigen nicht alle Webseiten Bilder-SEO. Nachteilig ist es zwar nie, aber in manchen Bereichen lohnt sich der Aufwand nicht.

Vor allem ist es für Branchen wichtig, bei denen die Bilder entweder eigenständige Produkte sind oder maßgeblich zur Kaufentscheidung beitragen. Je wahrscheinlich es ist, dass Kunden an den Bildern der Angebote interessiert sind, desto mehr kann eine Optimierung der grafischen Inhalte bewirken.

Folgende Gewerbezweige profitieren von Bilder-SEO:

  • Visuelle Künstler und Designer wie Fotografen, Maler, Zeichner, Bildhauer, Grafikdesigner und ähnliche.
  • Webshops mit Produkten, bei denen die Optik ein Verkaufsargument ist, zum Beispiel Mode, Einrichtungsgegenstände, Schmuck und Blumen aber auch Gaming-PCs, Autos sowie Bau-Materialien wie Laminat, Zäune und Tapeten.
  • Webseiten aus den Bereichen Reisen, Sehenswürdigkeiten sowie Kino, Theater, Live-Konzerte und andere Events.
  • Food- und Promi-Blogger
  • Lokale Unternehmen, bei denen das Ambiente der Geschäftsräume wichtig ist. Beispielsweise Restaurants, Veranstaltungsräume wie Konferenz-Zentren und Opernhäuser, Galerien, Ärzte, Therapeuten, Kindergärten, Schulen.

Weniger wichtig ist Bilder-SEO für:

Händler und Dienstleister, die keine physischen Produkte anbieten, wenig direkten Kundenverkehr haben und vornehmlich in pragmatisch eingerichteten Räumen arbeiten.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • SEO-Agenturen
  • Texter
  • Anwälte
  • Software-Entwickler
  • KFZ-Mechaniker
  • Elektriker und ähnliche Handwerker

Wie funktioniert die Google Bildersuche?

Im Grunde funktioniert die Bildersuche genauso wie bei Webseiten. Der Google-Bot scannt die Websites ein, in dem er allen Links folgt und die gefundenen Inhalte analysiert. Trifft er dabei auf grafische Medien, dann sammelt der Crawler bestimmte Informationen, um zu verstehen, worum es in dem Bild geht.

Dazu gehören:

  • Dateinamen,  
  • Auflösungen, 
  • Metadaten,
  • Angaben in den ALT-, TILLE und FIGCAPTION-Beschriftungen
  • Texte in der Nähe des Bildes

Aus diesen Daten ermittelt die Suchmaschine die Inhalte und Bedeutungen der Bilder. Auch die Informationen der technischen Bildqualität wird analysiert. Hinzu kommt eine immer bessere Inhaltsanalyse mithilfe einer künstlichen Intelligenz für die Bilderkennung.


Es ist wichtig zu verstehen, dass Google nur Bilder beachtet, die per HTML-Tags eingebunden oder in einer Sitemap notiert sind. Mit der Design-Sprache CSS lassen sich für einzelne Elemente oder die ganze Seite Hintergrundbilder angeben. 


Da CSS nur das grafische Design einer Seite bestimmt, nicht aber deren Inhalt, indexiert Google solche Grafiken nicht. Die Ergebnisse aus den Bilderdatenbanken zeigt Google nicht nur in der Bildersuche an.


Laut Search Metrics bindet der Suchdienst bei fast der Hälfte aller normalen Suchanfragen grafische Inhalte in die Universal Search ein.

Am häufigsten passiert das bei der Suche nach:

  • Produkten
  • Filmen
  • ,Bekannten Personen,
  •  Rezepten, 
  • Künstlern und ihren Werken
  • Sonstigen Themen mit wichtigen visuellen Informationen

Was ist Googles AutoML Vision AI?

Die Suche nach visuellen Informationen und damit die Bilder-SEO befinden sich im Umbruch. Fast alle Suchmaschinen sind bisher Text-orientiert, da grafische Inhalte für Computer viel schwieriger zu analysieren sind als Textdaten.

Mittlerweile setzen Suchmaschinen immer mehr auf künstliche Intelligenz, um Webseiten, Texte, Bilder und Videos zu verstehen. Googles "AutoML Vision AI" ist eine KI für die Analyse und Erkennung von Bildern und anderen optischen Daten. Sie ist auch für Bilder-SEO interessant, da sie bei der Keyword-Recherche und dem Finden von geeignetem Bildmaterial helfen kann. 

Durch die KI ist es möglich eine "Visual Search" durchzuführen, also die Suche mit einem Bild statt mit Suchwörtern. Nach dem Hochladen einer Grafikdatei analysiert die Vision AI das Bild und erkennt Objekte wie Menschen, Tiere, Pflanzen, Autos, Handtaschen und vieles andere.

Darüber hinaus kann sie Gesichtsausdrücke interpretieren und Emotionen wie Fröhlichkeit, Traurigkeit und Ärger identifizieren. Für Bilder-SEO sehr nützlich sind die Labels, die Google einem Bild zuweist. Sie geben hilfreiche Hinweise auf passende Keywords. Zum Ausprobieren und für einfache Keyword-Recherche reicht die Demoversion vollkommen aus.

Die Google Bildersuche rückwärts verwenden

Dank der KI unterstützt Google nicht nur das Suchen nach Bildern, sondern auch mit ihnen. Das heißt, statt einen Suchbegriff einzugeben, lässt sich ein Bild hochladen. Anschließend zeigt Google Webseiten mit dieser Grafik sowie optisch ähnliche Bilder an und schlägt eine passende Suchanfrage für die normale Websuche vor.


Neben der Keyword-Recherche lässt sich die umgekehrte Suche nutzen, um Prominente, Sehenswürdigkeiten, Blumen oder Tierarten zu erkennen.

Die Rückwärtssuche ist sehr bedienerfreundlich und einfach zu nutzen. Von Googles Startseite aus gelangen wir über den Link "Bilder" zur Bildersuche.


Wenn wir auf das kleine Fotoapparat-Symbol im Suchfeld klicken, dann schaltet Google auf die Rückwärtssuche um. Hier stehen drei Möglichkeiten für das Hochladen der Grafikdatei zur Verfügung:

1

Drag-and-Drop

Die Bilddatei lässt sich ganz bequem per "Drag-and-Drop" in das Suchfeld hineinziehen. 


Das funktioniert mit allen Programmen, die Ziehen-und-Ablegen unterstützen - beispielsweise Dateimanager, Desktops, Bildbetrachter, Grafikprogramme oder andere Tabs im selben oder anderen Browserfenstern.

2

Bild hochladen

Über den Tab "Bild hochladen" können wir eine Datei vom lokalen Gerät zur Bildersuche hochladen. 


Ein Klick auf die Schaltfläche "Browse" öffnet ein klassisches Dialogfenster zum Auswählen einer Datei.

3

Bild-URL einfügen

Im Tab "Bild-URL einfügen" können wir die Web-Adresse des Bildes angeben.

Bilder-SEO

Bilder-SEO

Bilder-SEO technisches Hintergrundwissen (Technical SEO)

Bilder-SEO ist in weiten Teilen technisches SEO un unser Anspruch ist, dass dieser Ratgeber sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene nützlich, hilfreich und verständlich bleibt. Einige Aspekte der Bilder-SEO lassen sich am besten mit konkretem Quellcode erklären, da die Suchmaschinen genau diesen Code sehen und analysieren.

Nicht alle SEOs kennen sich mit dem Code von Webseiten aus, deshalb wollen wir einen ganz kurzen Überblick liefern. Außerdem sehen wir uns die Technik der Datenkompression an, da sie bei Bildern eine wichtige Rolle spielt.

HTML, CSS und JSON

Für den Aufbau von Webseiten kommen zumeist drei Computersprachen zum Einsatz. HTML beschreibt die logische Struktur der Seite, CSS definiert das grafische Design und JavaScript ermöglicht die Programmierung von Interaktionen und automatisierten Abläufen.

Aus der JavaScript-Welt stammt die Sprache JSON - JavaScript Object Notation - mit der sich Datenstrukturen formulieren lassen. Eine Webseite ist zunächst ein Text mit eingebundenen Formatierungsanweisungen - Tags genannt.

Die meisten Tags beschreiben einen Abschnitt, indem sie ihn mit Start-Tags und Schluss-Tags umschließen. In der Praxis sieht das so aus:

In diesem Beispieltext ist das Wort Fettschrift "fett" hervorgehoben:

< strong>Fettschrift< /strong>

Das Start-Tag "< strong>" schaltet die Hervorhebung ein und das End-Tag "< /strong>" deaktiviert sie wieder. Bei einigen Elementen ist es nicht nötig den Block mit einem eigenen Schluss-Tag abzuschließen. Um ein Bild einzubinden, nutzen wir das IMG-Tag, welches für sich selbst steht und kein End-Tag hat:

< img src="eiffelturm.jpg" alt="Der Eiffelturm bei Nacht">

Eiffelturm bei Nacht

Der Eiffelturm bei Nacht

Bilder-SEO Beispiel für einen IMG-Tag

Bilder-SEO = Beispiel für einen IMG-Tag aus diesem Beitrag

Zu allen Tags lassen sich Attribute angeben, die zusätzliche Parameter festlegen. Beim IMG-Tag sind die wichtigsten Attribute SRC für die Angabe der Bild-URL und ALT für den Alternativtext.

Streng genommen erzeugt STRONG keinen fett geschrieben Text, sondern einen stark hervorgehobenen. Wie genau diese Hervorhebung aussieht, ist für HTML irrelevant. Das Erscheinungsbild zu beschreiben, ist die Aufgabe der Cascading Style Sheets, kurz CSS.

Das folgende CSS-Beispiel ändert das Erscheinungsbild sämtlicher STRONG-Elemente entsprechend der Anweisungen, die zwischen den geschweiften Klammern stehen. Der Code legt eine rote Schriftfarbe fest, vergrößert die Schrift um 20 % und nimmt die Fettschreibung zurück.

strong {
color: red;
font-size: 120%;
font-weight: normal;
}

Für strukturierte Daten nach Schema.org kommt zumeist JSON zum Einsatz. Diese Sprache dient zum Beschreiben von hierarchisch organisierten Datensätzen und basiert auf Paaren aus Schlüsseln und Werten (Key-Value-Pairs). JSON und CSS sehen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. 

Sie lassen sich dennoch leicht unterscheiden, da bei JSON die Namen der Einträge (also die Schlüssel) immer von Anführungszeichen umschlossen sind.
Dieses Beispiel zeigt, wie ein Eintrag in einer einfachen Kundenliste mit JSON aussehen kann:

{
"Vorname": "Max",
"Nachname: "Mustermann",
"Alter: 24,
"Kundennummer: "123456789,
"Adresse": {
"Straße": "Bacherstraße",
"Hausnummer": 12,
"Postleitzahl": 81539,
"Stadt": "München"
}
}

Strukturierte Daten nach Schema.org

Schema.org ist ein Projekt der führenden Suchmaschinen, mit dem Zweck die Daten im Web besser zu strukturieren. Im Wesentlichen geht es um den Aufbau einer einheitlichen Sammlung von Begriffen, um Inhalte treffend zu kategorisieren.

Darüber hinaus sollen strukturierte Daten die Beziehungen und Zusammenhänge der im Internet veröffentlichten Dinge beschreiben. Ein Text wie dieser hier lässt sich verschiedenen Inhaltstypen zuordnen, möglich wären beispielsweise Blogbeitrag, Artikel oder Posting.

Für eine bessere Kategorisierung legt Schema.org den einheitlichen Bezeichner "BlogPosting" fest.

Die Begriffe des Schema.org-Vokabulars sind hierarchisch organisiert:

  1. 1
    Thing
  2. 2
    CreativeWork
  3. 3
    Article
  4. 4
    SocialMediaPosting
  5. 5
    BlogPosting

Dadurch erkennt Google eine Webseite des Typs BlogPosting automatisch auch als Social-Media-Beitrag, Artikel und kreatives Werk. Für jeden Inhaltstyp gibt es mehrere Attribute, mit denen sich Eigenschaften des Inhalts und Beziehungen zu anderen Dingen beschreiben lassen.

BlogPostings hat unter anderem "name", "author" und "keywords". Strukturierte Daten haben zwei wesentliche Einsatzzwecke. Zum einen sollen sie den Suchmaschinen beim Analysieren der Seite helfen. Zum anderen lassen sich mit ihnen zusätzliche Informationen wie Bewertungen, Öffnungszeiten, Abfahrtzeiten, Kosten, Eintrittspreise und dergleichen für Google und Co. gut sichtbar ablegen.

Aus diesen Daten erzeugen die Suchmaschinen auch die Rich-Snippets in den Ergebnisseiten (SERPs).

Bilder-SEO Beispiel für ein Rich Snippet.

Bilder-SEO Beispiel für ein Rich Snippet zum Suchbegriff: "Smoothie"

Schema.org definiert drei Sprachen zur Formulierung strukturierter Daten: JSON-LD, HTML Microdata und RDFa. Google empfiehlt JSON-LD zu verwenden, eine Erweiterung für JSON zum Beschreiben verlinkter Daten (Linked Data).

Mit JSON-LD lassen sich die Daten zentral im HEAD-Element der Webseite angeben, sodass sie nicht über den ganzen HTML-Code verstreut sind. Das folgende einfache Beispiel zeigt, wie sich dieser Blog-Beitrag mit strukturierten Daten im JSON-LD-Format ausstatten lässt:

< script type="application/ld+json">
{
"@context": "http://schema.org/",
"@type": "BlogPosting",
"name": "Bilder-SEO optimieren in 2020 eine Schritt für Schritt Anleitung",
"author": "Peter Hiebl",
"keywords": "Bilder-SEO, Bildersuche"
}
< /script>

Dateiformate für Bilder-SEO

Es gibt unzählige Dateiformate für grafische Inhalte, doch Google beachtet in der Bildersuche aktuell nur die folgenden:

  • JPEG
  • PNG
  • SVG 
  • WebP
  • GIF
  • BMP

Es gibt unzählige Dateiformate für grafische Inhalte, doch Google beachtet nur JPEG, PNG, SVG, WebP, GIF und BMP in seiner Bildersuche. Die Wahl des richtigen Dateityps kann große Auswirkungen auf das Ranking haben, da jedes Format eigene Stärken und Schwächen hat.

Zunächst müssen wir zwischen verlustfreier und verlustbehafteter Kompression unterscheiden. Bilder zu komprimieren bedeutet, ihre Datenmenge zu verringern. Kleinere Dateien führen zu kürzeren Ladezeiten und das ist ein wichtiger Ranking-Faktor.

Anschaulich formuliert wirft die verlustbehaftete Kompression einen Teil der Bilddaten weg - beispielsweise, indem sie die Anzahl der verwendeten Farben reduziert. Das führt allerdings zu einer Abnahme der Bildqualität. Die verlustfreie Kompression hingegen nutzt spezielle mathematische Methoden, um die gleiche Menge an Informationen mit weniger Bits darzustellen.

Indexierte Bildformate

Sogenannte indexierte Bildformate wie GIF und PNG sind von vornherein auf wenige Farben ausgelegt. Anders als die Echt- oder Vollfarben-Formate JPEG und WebP nutzen sie verkürzte Farbtabellen, anstatt für jedes Pixel die volle Farbangabe zu speichern.

Während sich indexierte Bilder für Icons, Diagramme oder Logos eignen, sind Echtfarben-Bilderfür Fotos besser. Darüber hinaus gibt es Vektor-Formate, die eigentlich keine Bilddaten enthalten. Stattdessen bestehen sie aus Anweisungen wie "roter Kreis an Position x=120 und y=200 mit einem Radius von 100 Pixeln".

Vektor-Grafiken lassen sich beliebig skalieren (also vergrößern und verkleinern) ohne das ein Qualitätsverlust entsteht. Das macht sie zum perfekten Format für Diagramme, Cliparts und Buttons. Leider haben Vektor-Grafiken ein Sicherheitsproblem, weshalb sie mit Vorsicht zu nutzen sind.

Überblick der kompatiblen Formate für die Google Bildersuche

JPG

JPEG ist das Standardformat für natürliche Fotos, da es eine gute Kompression für Echtfarben-Bilder unterstützt.

Nachteilig sind die verlustbehaftete Kompression und das Fehlen von Transparenz.

PNG

PNG komprimiert verlustfrei und beherrscht volle Transparenz für gleitende Übergänge, Schatten und ähnliche Effekte.

Es ist das am häufigsten eingesetzte Format für Icons, Buttons, Cliparts, Infografiken und dekorative Grafiken wie Rahmen und Linien.

GIF

GIF ähnelt PNG, unterstützt aber nur eine einzige Transparenzstufe und verwendet eine veraltete Kompressionstechnik.

Der einzige Vorteil dieses Formats ist die Fähigkeit, einfache Animationen darzustellen.

Sofern möglich, ist es besser, auf die Animationsfähigkeiten von HTML5 und CSS3 zurückzugreifen oder echte Videos einzubinden.

SVG

SVG ist das einzige Vektorformat, das Google beachtet. 

Durch die freie Skalierbarkeit kommt es manchmal für Diagramme, Infografiken, Buttons, Rahmen, Linien und ähnliche grafische Seitenelemente zum Einsatz. 

Neben den Sicherheitsproblemen erfordern SVG-Bilder allerdings mehr Rechenleistung für die Darstellung.

WebP

WebP ist ein neuer Dateityp, mit dem Google zukünftig JPEG, PNG und GIF ablösen will.

Dieses flexible Vollfarben-Formatliefert eine sehr gute Kompression - wahlweise verlustbehaftet oder verlustfrei.

Es beherrscht echte Transparenz und Animationen. Bisher ist es wenig verbreitet und die Unterstützung durch Browser und Grafikprogramme ist unvollständig.

BMP

BMP ist ein sehr altes Format, das im Web nicht mehr zum Einsatz kommen sollte.

Die Kompression ist schlecht bis nicht vorhanden und es fehlen Animationen sowie Transparenz und Metadaten.

Bilder-SEO in 10 Schritten

Jetzt kennen wir die Hintergründe und technischen Grundlagen der Bilder-SEO. Was noch fehlt, ist die Frage, wie sich das in die Praxis umsetzen lässt.

Dafür haben wir die zehn wichtigsten Schritte für ein besseres Ranking in Googles Web- und Bildersuche zusammengefasst.

1. Keyword-Recherche für Bilder-SEO

Auch bei der Bilder-SEO spielen Keywords eine wichtige Rolle, da Googles Bilderkennungs-KI noch lange nicht ausgereift ist. Außerdem hilft eine gründliche Keyword-Recherche beim Finden von relevanten grafischen Inhalten und Themen.

Um herauszufinden, welche Suchbegriffe am besten geeignet sind, nutzen SEOs sowohl klassische Methoden als auch moderne Ansätze mithilfe der Vision-AI und der Rückwärtssuche. Bei der herkömmlichen Weise sehen wir uns die gut rankenden Webseiten und Bilder der Konkurrenten an.

In deren Dateinamen, ALT-, TITLE- und FIGCAPTION-Anweisungen finden sich wichtige Hinweise auf passende Suchwörter. Außerdem machen wir eine Keyword-Analyse mit Tools wie Google Keyword Planner, KWFinder, Moz, Ahrefs und SEMrush.

Nützlich ist auch eine Untersuchung der Hashtags bei Plattformen wie Instagram und Pinterest. Googles Bild-Erkennungs-KI ist ein nützliches Hilfsmittel für die Keyword-Recherche im Bereich Bilder-SEO. Bei vielen Bildern erkennt sie die zentralen Objekte und weist dem Bild passende Labels zu, aus denen sich Suchwörter ableiten lassen.

Als Beispiel laden wir das Foto eines Wohnzimmers von Unsplash herunter - Quelle: https://unsplash.com/photos/Uh1KubVGUEk.

Wohnzimmer Bilder-SEO Beispieljpg

Wohnzimmer Bilder-SEO Beispiel

Nach dem Heraufladen in die Vision AI analysiert die KI das Bild und zeigt die gefundenen Objekte sowie die zugewiesenen Labels an. Dazu gehören unter anderem:

Google Vision AI

Google Vision AI

  • Couch
  • Kissen
  • Spiegel
  •  Wohnzimmer
  • Innenraumdesign
  • KaffeetischTeppich

Ebenso lässt sich Googles Bildersuche verwenden, um weitere Suchwörter zu finden. Per Drag-and-Drop ziehen wir das Bild einer Sachertorte in das Suchfeld.

(Bildquelle: Wikimedia Commons, Lizenz (CC-BY-SA 3.0-at), Urheber "Haeferl)

Google erkennt das Bild und schlägt die Suchanfrage "Sachertorte" vor. Anschließend schalten wir zur normalen Suche zurück und bekommen folgende ähnliche Suchbegriffe angezeigt:

  • Sachertorte kaufen
  • Sachertorte / Sally
  • Sachertorte RezeptPplachutta
  • Sachertorte Lafer
  • Sachertorte Glasur
  • Becher Sachertorte
  • Sachertorte mit Marzipan
  • Sachertorte Thermomix
  • Sachertorte Rezept mit 4 Eiern

In beiden Fällen (Vision AI und Bildersuche) sind die gefundenen Labels respektive Long-Tail-Keywords gute Kandidaten für relevante Neben-Keywords.

2. Bilder beschaffen und erstellen

Auch im Internet unterliegen Bilder und Grafiken dem Urheberrecht. Anders als viele Leute glauben, ist es beim Einbinden fremder Inhalte nicht damit getan, den Urheber zu nennen.

Wer Bilder ohne Zustimmung der Rechteinhaberverwendet, der riskiert Abmahnungen und Copyright-Klagen.

Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, Bildmaterial zu beschaffen. Zum einen existieren Bildagenturen, welche die Bilder vieler professioneller Fotografen und Designer vermarkten. Zu den bekanntesten zählen:

Gänzlich kostenlose und frei verwendbare Fotos gibt es bei Unsplash. Deren Lizenz erlaubt die kommerzielle Verwendung der originalen oder bearbeiteten Bilder ohne Lizenzgebühren zahlen zu müssen.

Fotos lassen sich auch selbst aufnehmen. Ob verkaufsfördernde Produktfotos oder ansprechende Impressionen von Hotelzimmern, für hochwertige Bilder braucht es mehr als einen schnellen Schnappschuss mit dem Smartphone. 

Ein zentraler Aspekt ist eine gute Beleuchtung des Motivs. Sonnenlicht wirkt am natürlichsten, ist aber schwer zu kontrollieren. Für professionelle Fotos ist eine gute Ausleuchtung mit Vollspektrum Lampen oder wenigstens kalt-weißen Leuchtmitteln empfehlenswert.

Ausleuchtung für TOP Qualität

Obwohl moderne Kameras Bildstabilisatoren haben, ist es besser, ein Stativ zu benutzen, damit die Aufnahme nicht verwackelt. Auflösung und Qualitätseinstellungen sollten auf der höchsten Stufe sein, um alle Details zu erfassen. Sind die Bilder zu groß, dann lassen sie sich später scheiden und komprimieren.

Schlussendlich sind professionelle Fotografie und Grafikdesign anspruchsvolle Disziplinen. Wer das nicht gut beherrscht, der engagiert besser Fachleute, da minderwertiges Bildmaterial mehr schadet, als nützt.

3. SEO-Bilder komprimieren und konvertieren

Liegt ein Bild in einem ungeeigneten Format vor oder ist es zu groß, dann helfen Tools für Format-Konvertierung und Kompression. Bei der Umwandlung von Grafiken ist zu beachten, dass sich die Konvertierung zu einem verlustbehafteten Format wie JPEG nicht rückgängig machen lässt.

Es ist daher wichtig, das Originalbild zu behalten und nicht durch die neue Datei zu überschreiben. Programme für die Bilderkonvertierung gibt es als klassische PC- oder Mobile-Apps und als Online-Dienste.

Jedes gute Grafikprogramm enthält Speicher- oder Export-Funktionen, mit denen sich die Dateien in andere Formate umwandeln lassen. Darüber hinaus gibt es spezielle Programme wie "XnConvert".

Die Anwendung liefert viele zusätzliche Funktionen zum Aufbessern, Zuschneiden sowie Bearbeiten von Metadaten und läuft auf Windows-, macOS-, Linux- und Android-Systemen.

Wer Online-Tools bevorzugt, der kann auf die vielen Web-Apps zurückgreifen. Zwei beliebte Lösungen sind:

  • PhotoFancy: Die Bildbearbeitungs-App kann Bilder zuschneiden und drehen, Helligkeit, Kontrast und Farben anpassen sowie Beschriftungen hinzufügen oder grafische Effekte anwenden.
  • Convertio: ist ein Online-Tool für die Konvertierung vieler verschiedener Dateitypen. Es unterstützt eine große Anzahl an Grafikformaten und kann Bilder von der lokalen Festplatte, per URL oder aus DropBox- und Google-Drive-Konten laden.

4. SEO-Bilder richtig benennen und beschriften

Wenn wir eine Datei mit dem Namen "eiffelturm-bei-nacht.jpg" sehen, dann gehen wir davon aus, dass es sich um ein Bild des Eiffelturms bei Nacht handelt. Auch Google verlässt sich darauf und nutzt den Dateinamen als wichtige Informationsquelle. 

Vor allem Fotos von Digicams und Smartphones haben oft fortlaufend nummerierte Namen wie CIMG0012.JPG, die keinerlei brauchbare Informationen liefern. Beim Benennen von Bilddateien geht es in erster Linie um eine aufschlussreiche Beschreibung.

Bereits am Dateinamen soll ersichtlich sein, was in dem Bild zu sehen ist. Dennoch kann und sollte das Haupt-Keyword und gegebenenfalls das wichtigste Neben-Keyword im Namen enthalten sein. 

Keine gleichen Schlüsselwörter als Bildernamen

Wenig zielführend ist es, allen Grafiken die gleichen Schlüsselwörter zuzuweisen. Je mehr Bildern eine Seite enthält, desto eher lohnt sich eine systematische Abdeckung des Gesamtthemas mit verschiedenen Keywords.

Alle Betriebssysteme haben Einschränkungen bezüglich der erlaubten Zeichen im Dateinamen. Einige unterscheiden nicht konsequent zwischen Groß- und Kleinschreibung und viele Sonderzeichen (unter anderem /, \, +, *, %, :, ?) sind nicht erlaubt. 

Zwar sollten Umlaute dank der zunehmenden Verbreitung des Unicode-Zeichensatzes eigentlich kein Problem mehr sein. Aber es kommt immer wieder zu Fehlern bei der Verlinkung wegen falschen Codierungen.

Leerzeichen in Dateinamen vermeiden

Deshalb ist es am besten nur die 26 Kleinbuchstaben des englischen Alphabetes sowie Minuszeichen und Unterstriche zu verwenden. Leerzeichen sind in URLs grundsätzlich nicht erlaubt. Kommen diese dennoch vor, dann müssen Browser und Server sie durch die Zeichenkette "%20" ersetzen. 

Das ist nicht nur unschön, sondern kann auch zu Link-Fehlern führen. Früher hatte Google den Unterstrich nicht als Worttrenner angesehen. Bei einem Dateinamen wie "pullover_rot_braun.jpg" konnte die Suchmaschine nicht zuverlässig entscheiden, ob es sich um einen einfarbig rotbraunen oder zweifarbigen Pullover handelte.

Nach wie vor empfiehlt Google, das Minuszeichen als Ersatz für Leerzeichen zu verwenden.

5. Der ALT-Text und Bilder-SEO

Neben dem Namen und der Dateigröße ist der ALT-Text einer der wichtigsten Aspekte bei der Bilder-SEO. Er liefert eine alternative Beschreibung des Bildes in Textform für den Fall, das sich das Bild nicht anzeigen lässt. 

Google misst diesem Attribut große Bedeutung bei, da es maßgeblich die Usability und Barrierefreiheit verbessert.

Darum ist ALT im HTML-Standard ein Pflichtattribut. Jedes Bild muss eines haben, aber unter bestimmten Bedingungen kann und sollte es leer bleiben.

In der Bilder-SEO Praxis sieht das so aus:

< img src="eiffelturm-bei-nacht.jpg" alt="Ein Foto vom Eiffelturm bei Nacht">

Oder:

< img src="trennline.png" alt="">

Das ALT-Attribut spielt bei der Bilder-SEO deshalb eine so große Rolle, weil es mehrere wichtige Funktionen erfüllt. Menschen mit Augenproblemen setzen oft Programme ein, die ihnen die Webseite vorlesen. 

Für sie ist der Alternativ-Text zwingend notwendig, um die Webseite überhaupt nutzen zu können. Im Falle technischer Probleme mit der Datei oder dem Link ersetzen die Browser das Bild durch den ALT-Text.

Zudem lässt sich die Darstellung von Bildern im Browser abschalten. Manche Menschen nutzen das, um ihr Datenvolumen zu schonen, oder damit die Webseite schneller lädt.

Damit der Alternativ-Text in jedem dieser Fälle nützlich ist, gibt es Anforderungen an seinen Inhalt. Vor allem hängt es davon ab, welche Funktion das Bild in der Webseite hat. Im Allgemeinen geht es darum, einen vollwertigen Ersatz für das Bild zu liefern.

Verständlich auch ohne Bilder

Die Webseite muss auch ohne die grafischen Inhalte verständlich bleiben und keine Informationen verlieren. Da Google das ALT-Attribut als besonders wichtig einstuft, sollte das Haupt-Keyword in allen Alternativ-Texten enthalten sein.

Bei Bildern, die keinen Informationsgehalt haben, soll der ALT-Text jedoch leer bleiben. Das betrifft rein dekorative Grafiken wie Rahmen oder Linien sowie Bilder, deren Inhalt vollständig im Text abgedeckt ist.

6. Bildunterschrift, Titel und umgebender Text

Mit den neuen HTML-Elementen FIGURE und FIGCAPTION lassen sich für die Bilder eine Bildunterschrift angeben, die für alle Nutzer sichtbar ist.

Sie dient zum Hinzufügen von Anmerkungen, Erklärungen, Legenden, Copyright-Vermerken und ähnlichen zusätzlichen Informationen. Auch hier kann ein eingebundenes Keyword die Relevanz erhöhen.

< figure>
< img src="Wien_-_Sachertorte.jpg" alt="Foto von einer Wiener Sachertorte">
< figcaption>
Urheber: Häferl; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: CC-BY-SA 3.0-at
< /figcaption>
< /figure>

Das TITLE-Attribut hat für Bilder-SEO nur noch eine untergeordnete Rolle. Webbrowser zeigen seinen Inhalt beim Überfahren des Bildes mit der Maus in einem kleinen Pop-Up-Fenster (Tooltip genannt) an. 

Zwar ist der Titel für eine bessere Usability nützlich, da er zweitrangige Informationen zunächst versteckt. Aus Sicht der Barrierefreiheit sind Tooltips aber jedoch ein Problem.

Davon abgesehen gibt es bei Mobilgeräten eine solche Maus-Hover-Bedienung nicht, sodass die meisten Mobil-Browser den Titel nicht anzeigen. Dennoch schadet es nicht, dass Haupt-Keyword im Titel einzubauen, um Google noch mehr Relevanz-Signale zu geben.

Ebenso liefert der Text, der das Bild umgibt, sowie die Absatzüberschrift weiteren Kontext, um die Bedeutung des Bildes zu verstehen. Der Text sollte mit dem Bild in Zusammenhang stehen und die wichtigsten Keywords enthalten.

7. Bilder-SEO und Metadaten

Metadaten sind zusätzliche Bild-Informationen, die in der Datei untergebracht sind. Das Prinzip kommt auch bei anderen Dateitypen vor, beispielsweise die ID3-Daten von MP3-Dateien.

Das bei Bildern am häufigsten verwendete Metadaten-Format ist EXIF, manchmal kommen auch IPTC und XMP zum Einsatz. In den EXIF-Daten speichert der Fotoapparat neben Kameramodell, Zeitpunkt der Aufnahme, Copyright-Vermerke und Kommentare auch Belichtungszeit, Blitz-Parameter, Bildqualität und andere technische Informationen.

Das Speichern von Datum, Uhrzeit und geografischer Position kann zu Verletzungen von Datenschutz und Privatsphäre führen. Andererseits sind gerade die Geo-Koordinaten für Local-SEO interessant.

Außerdem nutzt Google höchstwahrscheinlich die Kommentare, um die Bilder besser einordnen zu können.Vor der Veröffentlichung von grafischen Medien ist es daher ratsam, die Metadaten zu bearbeiten oder zu löschen.

Zwei Programme dafür sind das Multi-Plattform-Tool "XnConvert" und der Online-Dienst "theXifer" (https://www.thexifer.net). Mit ihnen lassen sich die Kommentare bearbeiten, um Beschreibungen samt Keywords hinzuzufügen oder sensitive Daten zu entfernen.

8. Strukturierte Daten für Bilder-SEO

Strukturierte Daten lassen sich nicht nur für die ganze Webseite angeben, sondern auch für einzelne Elemente wie Produkte, Bilder oder Artikel. Für Bilder-SEO sind eine aussagekräftige Beschreibung und passende Keywords die wichtigsten Daten.

Weitere nützliche Informationen sind die URL des Vorschaubildes sowie gegebenenfalls Ortsangabe, Autorenschaft, Copyright-Notiz oder Bewertungen. Der folgende Code zeigt ein umfangreicheres Beispiel, welches alle diese Angaben enthält.

< script type="application/ld+json">
{
"@context":"http://schema.org",
"@type": "ImageObject",
"contentUrl": "eiffelturm_bei_nacht.jpg",
"thumbnailUrl": "eiffelturm_bei_nacht_vorschau.jpg",
"contentLocation": {
"@type": "Place",
"address": "Champ de Mars, 5 Avenue Anatole France, 75007 Paris, Frankreich"
},
"author": {
"@type": "Person",
"name": "Max Mustermann"
},
"copyrightHolder": {
"@type": "Person",
"name": "Max Mustermann"
},
"description":" Der Eiffelturm bei Nacht",
"keywords:": "Eiffelturm, Paris",
"aggregateRating": {
"@type": "AggregateRating",
"worstRating": "1",
"bestRating": "5",
"ratingValue": "4",
"ratingCount": 120"
}
}
< /script>

Glücklicherweise ist es nicht nötig, das alles von Hand einzugeben. Für WordPress und die meisten anderen Content-Management-Systeme gibt es Erweiterungen, mit denen sich strukturierte Daten hinzufügen lassen, ohne Code schreiben zu müssen. 

Sowohl Yoast SEO als auch Rank Math integrieren entsprechende Funktionen in die Bearbeitungsformulare für die Bild-Eigenschaften.

9. SEO und Bildgröße

Nutzer und Suchmaschinen bevorzugen große Bilder mit hoher Auflösung. Niemand will winzige Produktfotos sehen, auf denen kaum etwas zu erkennen ist. Andererseits sind riesige 4K-Bilder auf kleinen Smartphone-Displays eine unnötige Verschwendung von Datenvolumen und Ladezeiten.

Mit dem IMG-Attribut SRCSET lassen sich mehrere Dateien für dasselbe Bild angeben, sodass der Webbrowser immer die am besten geeignete Datei lädt.

Da die Ladegeschwindigkeit einer der Top-10-Ranking-Faktoren ist, gehört das Implementieren von responsiven Bildern zu den wichtigsten Maßnahmen der Bilder-SEO. In der einfachsten Form sieht das so aus:

< img src="eiffelturm.jpg"
alt="Ein Foto vom Eiffelturm"
srcset="eiffelturm-320.jpg 320w,
eiffelturm-480.jpg 480w,
eiffelturm-800.jpg 800w,
eiffelturm-1024.jpg 1024w">

Im SRCSET-Attribut sind nacheinander jeweils die URL einer Bilddatei und die Breite (Englisch: width) des Anzeigebereichs in Pixeln abgegeben.

Webbrowser laden das größte Bild, welches noch auf das Display passt. Neben der Breitenangabe lassen sich auch Vergrößerungsfaktoren und CSS-Media-Queries angeben, um eine sehr präzise Auswahl des angemessensten Bildes zu ermöglichen.

Viele CM-Systeme können heute mit responsiven Grafiken umgehen. Das Erstellen unterschiedlich großer Bilder liegt aber meist in der Verantwortung der Webdesigner.

WordPress unterstützt seit Version 4.4 das automatische Skalieren von Grafiken. Hier reicht es aus, das größte Bild hochzuladen und dem CMS die Arbeit zu überlassen.

10. Bilder-Sitemap

Wie bei Unterseiten gilt auch für Bilder, dass eine häufige Verlinkung zentraler Grafiken deren Bedeutung steigern kann. Wichtiger ist aber, dass Google die Bilder auch findet, was bei der Einbindung per JavaScript oder CSS nicht funktioniert.

Mit einer Sitemap können Webmaster Google dabei helfen, alle wichtigen Seiten zu finden. Für grafische Inhalte lässt sich eine zusätzliche Bilder-Sitemap erstellen, um alle Bilder auffindbar zu machen.

Allerdings gehören nur wichtige Grafiken in die Sitemap. Bei Thumbnails, Deko-Grafiken oder Icons ist es normalerweise egal, ob Google sie findet, deshalb bleiben sie außen vor.

Eine einfache Bilder-Sitemap mit drei Fotos kann beispielsweise so aussehen:

< ?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
< urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9"
xmlns:image="http://www.google.com/schemas/sitemap-image/1.1">
< url>
< loc>https://example.com/startseite.html< /loc>
< image:image>
< image:loc>https://example.com/images/sachertorte.jpg< /image:loc>
< /image:image>
< image:image>
< image:loc>https://example.com/images/schwarzwaelder-kirschtorte.jpg< /image:loc>
< /image:image>
< image:image>
< image:loc>https://example.com/images/amerikanischer-apple-pie.jpg< /image:loc>
< /image:image>
< /url>
< /urlset>

Bilder-SEO für WordPress

Bei WordPress ist der Umgang mit Bildern sehr benutzerfreundlich. Grafische Inhalte lassen sich sowohl im Editor als auch über die Mediathek bearbeiten. Leider sind nur wenige Funktionen für die Bilder-SEO in der Standard-Installation integriert.

Die Mediathek ist erreichbar über das Menü "Medien" im Dashboard. Mit dem Button "Datei hinzufügen" lassen sich bequem neue Medien wie Bilder, Videos, Audiodateien und andere Dateien auf den Server hochladen.

Außerdem gibt es hier die Möglichkeit bereits vorhandene Medien zu durchsuchen. Dabei beachtet die Suchfunktion nicht nur die Dateinamen, sondern auch ALT-Texte, Bildunterschriften und andere Informationen.

SEO-Einstellungen für Bilder sind sowohl im Artikel-Editor als auch über die Mediathek erreichbar:

  • Block-Editor: Bild anklicken -> 3-Punkte-Menü des Bildes -> "Block-Einstellungen anzeigen". Außerdem finden sich unterhalb des Bildes die SEO-Einstellungen von Yoast und anderen Plugins.
  • Mediathek: Zuerst auf das Bild klicken, um die Basis-Optionen zu öffnen. Für die zusätzlichen Einstellungen der Plugins, anschließend "Weitere Details bearbeiten" anklicken.

In beiden Fällen lassen sich ALT-, TITLE- und FIGCAPTION-Texte editieren, strukturierte Daten verwalten, Grafikdateien von der Sitemap ausschließen und viele fortgeschrittene Funktionen für Bilder-SEO nutzen.

Bilder-SEO mit WordPress-Plugins

Mit WordPress-Plugins lässt sich beliebig umbauen und erweitern. Zu den vielen Tausend Addons gehören auch zahlreiche spezielle SEO-Plugins, welche das WordPress-CMS mit umfangreichen Optimierungs- und Analysemethoden ausstatten. Die zentrale Stelle für die Verwaltung von Erweiterungen ist der Menüpunkt "Plugins". Hier findet sich eine Liste der installierten Plugins sowie sämtliche relevante Funktionen wie Suchen, Installieren, Aktivieren, Aktualisieren und Konfigurieren.

Zwei der besten WordPress-Plugins für Bilder-SEO haben wir bereits angesprochen. "Yoast SEO" und "Rank Math" sind beide universelle SEO-Erweiterungen mit großem Funktionsumfang. Yoast ist seit Langem etabliert, sehr beliebt und punktet bei Einsteigerfreundlichkeit und Kompatibilität zu anderen Plugins und Themes.

Rank Math ist noch jung, hat aber eine wachsende Fangemeinde und liefert noch mehr Funktionen. Darüber hinaus ist es kostenlos.

Drei weitere nützliche Plugins für Bilder-SEO sind:

  • "EWWW Image Optimizer" kann hochgeladene Bilder automatisch komprimieren, um die Ladezeiten zu verringern. Das Addon macht externe Kompressionsprogramme überflüssig.
  • "Broken Link Checker" sorgt für eine gut gepflegte Website, indem es defekte Verknüpfungen und fehlende Bilder findet.
  • "A3 Lazy Load" implementiert das Laden von Bildern bei Bedarf. Besonders Fotoportale profitieren von dem Nachladen weiterer Bilder, wenn der Nutzer das Ende der Seite erreicht hat.

Bilder-SEO und Bildersuche Zusammenfassung

Bilder-SEO ist für alle optisch orientierten Branchen ein essenzieller Teil ihrer Online-Marketing-Strategien. Andere sollten genau überlegen, ob sich der Aufwand für sie lohnt. Wichtige Optimierungen betreffen vor allem aussagekräftige Dateinamen und ALT-Texte inklusive Keywords sowie responsive Bilder für mehr PageSpeed

Eine Bilder-Sitemap und strukturierte Daten helfen Google beim Indexieren und Analysieren der grafischen Inhalte. Durch WordPress-Plugins wie "Yoast SEO" und "Rank Math" sind die technischen Optimierungen auch ohne Programmierkenntnisse möglich.

Für den Fall, dass Du noch Hilfe benötigst bei Deiner Suchmaschinenoptimierung und auf der Suche bist nach einer SEO-Beratung oder einer geeigneten SEO-Agentur habe ich Dir hier noch unseren ultimativen Ratgeber verlinkt.

Peter Hiebl

Über den Autor:

"Ich helfe Webseitenbetreibern dabei ihren Onlineauftritt zu optimieren um nachhaltig mehr Umsatz und Neukundenanfragen über das Internet zu generieren."

You might also like

  • {"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
    >